Geschichte

Im Jahr 1988 konstituierte sich der Elternverein KiTa Tausendfüß´ler e.V. aus den Vorgänger-Vereinen "Tausendfüßler Bethel e.V." und "Kinderhaus Bethel e.V.", die in den zwei Doppelhaushälften Richard-Wilmanns-Weg 4 und 6 jeweils eine Krabbelgruppe betrieben. Diese Krabbelgruppen waren Elterninitiativen in Reinform ohne öffentliche Fürderung, die Eltern finanzierten die Miete für die von Bethel angemieteten Räume, das Personal, das als Tagesmütter agierte, sowie das Material. Das Essen wurde auch von den Eltern zubereitet und es wurde in Elterndiensten geputzt, renoviert, Gartenarbeit geleistet und die Wäsche etc. versorgt. Die Kinder waren wahrscheinlich im Altern von einem bis ca. 3,5 Jahren. Danach konnten sie einen Kindergarten- oder Tagesstättenplatz bekommen.

Gegründet waren die Krabbelgruppen aus dem Bedürfnis der Eltern heraus auch Kinder unter 3 Jahren vor dem Kindergartenalter in einer Gruppe betreuen zu lassen, was durch zu wenige Krippenplätze in Bielefeld nicht abgedeckt wurde.

Wahrscheinlich haben nicht alle Kinder die ins Kindergartenalter kamen rechtzeitig einen Kindertagesstättenplatz gefunden, außerdem waren teilweise Geschwisterkinder hinzugekommen, die auch die Krabbelgruppe besuchen sollten, so daß Kinder in einer größeren Altersspanne von den Eltern gerne am gleichen Ort untergebracht werden sollten, das war der Grundgedanke, um in den Räumlichkeiten der Krabbelgruppen eine andere Gruppenform zu etablieren, die Kindern von 1 bis Schuleintritt gerecht würde. Informationen mußten zu den Rechtsgrundlagen eingeholt werden, zur Mittelbeschaffung, zur Ausgestaltung.

Da kristallisierte sich heraus, daß es die Möglichkeit gab, als Elternverein als Träger eine öffentlich geförderte eingruppige Kindertagesstätte zu betreiben mit der (in NRW besonderen) "kleinen, altersgemischten Gruppe" mit Kindern von 0,4 Jahren bis Schuleintritt.

Mit Bethel wurden Mietkonditionen und die Umgestaltung der Räume durch Umbauten und Durchbrüche verhandelt, die Raumgrößen mußten den Bedingungen nach den Kindertageseintrichtungs-Richtlinien entsprechen, die Vereinssatzung mußte erarbeitet werden. Öffentliche Gelder mußten beantragt werden, Fachpersonal: Leiterin, 2. Sozialpädagogische Fachkraft, pädagogische Ergänzungskraft wurde nach Personalschlüssel und Einstellungsverordnung eingestellt (desweiteren Vorpraktikantin und Küchenhilfe). Die Inneneinrichtung wurde beschafft oder maßgeschneidert gebaut, geeignete Altbestände wurde belassen (Podest + Rutsche). Das Außengelände wurde gestaltet. Heizkörperverkleidungen mußten installiert werden, diverse Kindersicherungen an den Treppen etc., Kindertoiletten und niedrige Waschbecken mußten installiert werden, sowie eine neue Garderobe.

Anfang 1989 wurde die Kitaarbeit aufgenommen. Mitte 1991 erfolgte die Freistellung von der Heimaufsicht nach Sichtung der Personalsituation insbesondere Leitung, der erfolgten Umbaumaßnahmen, der Raumgestaltung, der Altersaufteilung der Gruppe durch das Landesjugendamt in Münster.

Einige Umstrukturierungen beim Personal wie die Möglichkeit der Finanzierung einer Berufspraktikantinnen-Stelle und die Einrichtung einer halben Stelle zur Ergänzung der teilweisen Freistellung der Leitung veränderten im Laufe der Zeit den Personal- bzw. Betreuungsschlüssel.

Die Kita erlebte auch eine Veränderung des GTKs mit und verschiedene finanzielle Umbrüche.